Die Volt-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona setzt sich für ein Pilotprojekt zum sogenannten „Laternenladen“ ein. Ziel ist es, die Ladeinfrastruktur für Elektroautos insbesondere in dicht besiedelten Quartieren deutlich zu verbessern und so die Verkehrswende auch für Mieterinnen und Mieter praktikabler zu machen.
Der entsprechende Antrag wurde im Mobilitätsausschuss mehrheitlich beschlossen und wird nun in der Bezirksversammlung beraten.
„Der Umstieg auf Elektromobilität darf keine Frage des Wohnortes sein“, erklärt Patrick Fischer, Co-Fraktionsvorsitzender der Volt-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona. „Gerade in dicht bebauten Stadtteilen wie Ottensen oder Altona-Altstadt haben viele Menschen weder Garage noch Wallbox. Wenn wir es ernst meinen mit der Mobilitätswende, müssen wir genau dort Lösungen schaffen.“
Laternenladepunkte – also Ladeeinrichtungen, die in bestehende Straßenlaternen integriert werden – bieten eine platzsparende und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, zusätzliche Ladepunkte im öffentlichen Raum zu schaffen. Sie ermöglichen insbesondere das sogenannte Normalladen über längere Standzeiten, etwa über Nacht.
„Wir brauchen ein dichtes Netz an Ladepunkten in den Quartieren – nicht nur einige wenige Schnelllader an Hauptverkehrsachsen“, so Fischer weiter. „Laternenladen kann genau diese Lücke schließen, weil es dort ansetzt, wo die Autos ohnehin stehen.“
Der Antrag sieht vor, gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden und Infrastrukturpartnern ein Pilotprojekt mit mindestens fünf Standorten in besonders geeigneten Quartieren durchzuführen. Dabei sollen sowohl technische und rechtliche Fragen als auch die tatsächliche Nutzung im Alltag untersucht werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Alltagstauglichkeit: „Ein kleines Elektroauto kann an einem Laternenladepunkt mit 2,2 Kilowatt über Nacht oder über mehrere Tage hinweg ausreichend geladen werden. Es geht hier nicht um schnelles Laden, sondern um verlässliches Laden im Alltag“, betont Fischer.
Neben der technischen Umsetzung sollen im Rahmen des Pilotprojekts auch Fragen der Nutzerfreundlichkeit geklärt werden, etwa zur Kennzeichnung der Ladepunkte oder zu angemessenen Park- und Ladezeiten.
„Andere europäische Städte sind hier längst weiter. Wir wollen, dass Altona diese Lösung jetzt konkret testet“, sagt Fischer.
Langfristig sieht Volt in Laternenladepunkten einen wichtigen Baustein für eine sozial gerechte Verkehrswende: „Elektromobilität muss für alle funktionieren – auch für Menschen ohne eigenen Stellplatz. Genau dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen.“
Der Antrag ist hier aufrufbar.

