
Seit über zwei Jahren ist die Osterstraße Baustelle. Wer heute dort entlanggeht, kennt das Bild: abgesperrte Abschnitte, Bauzäune vor Ladentüren, wechselnde Umleitungen. Was 2024 als überschaubares Bauprojekt für die neue Fernwärmeleitung begann, ist für viele Gewerbetreibende längst zur Existenzfrage geworden – und für die Nachbarschaft zu einem Ausnahmezustand, der einfach nicht enden will.
Zweimal in Folge musste deshalb schon das Osterstraßenfest ausfallen – ein Fest, auf das viele Betriebe im Sommer wirtschaftlich angewiesen sind. Über weite Strecken der Bauzeit musste auch die Buslinie 4 eine andere Route fahren, Haltestellen wurden verlegt. Wer nicht unbedingt musste, kam seltener vorbei. Die Folge: Umsatzeinbußen von 30 bis 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr sind an der Osterstraße keine Ausnahme, sondern für viele Betriebe die Regel. Einige Läden haben in den vergangenen Monaten bereits geschlossen.
Der Änderungsantrag der Volt Fraktion Eimsbüttel
Im Juni ist es uns gelungen, gemeinsam mit SPD und Grünen einen entscheidenden Schritt zu erreichen: Die Bezirksversammlung hat beschlossen, dass sich Vertreter:innen der Hamburger Energiewerke im Kerngebietsausschuss öffentlich zur Situation äußern müssen. Uns als Volt-Fraktion reichte das aber nicht. Mit einem eigenen Änderungsantrag haben wir durchgesetzt, dass auch das Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ) mit am Tisch sitzt – und zwar nicht nur zum Baufortschritt, sondern konkret dazu, welche wirtschaftliche Unterstützung es für die Betriebe gibt oder geben könnte.
Das ist kein Selbstläufer. Ein Antrag ist erstmal nur ein Auftrag an die Verwaltung – keine Garantie für eine Lösung. Aber er zwingt die Verantwortlichen, sich öffentlich zu erklären.
Wie es weitergeht
Die Vertreter:innen der Hamburger Energiewerke und der Wirtschaftsförderung im öffentlichen Kerngebietsausschuss berichteten über den aktuellen Stand und mögliche Entschädigungsmodelle – auch dazu, ob es Unterstützung für begleitende Maßnahmen rund um die Baustelle geben kann.
In Kürze berichten Vertreter:innen der Hamburger Energiewerke und der Wirtschaftsförderung im öffentlichen Kerngebietsausschuss über den aktuellen Stand und mögliche Entschädigungsmodelle – auch dazu, ob es Unterstützung für begleitende Maßnahmen rund um die Baustelle geben kann. Die Sitzung ist öffentlich, teilnehmen kann jede:r, ganz besonders die Gewerbetreibenden, um die es geht.
Dein Volt-Update!
Was wir in der Bezirksversammlung bewegen, was wir vorhaben und was vor deiner Haustür entsteht – regelmäßig in deinem Postfach.
