Planungen in Hamburg-Nord sollen verständlicher werden

Wer in Hamburg-Nord lebt, soll künftig leichter verstehen können, was Umbauten, Verkehrsänderungen oder Planungen im eigenen Umfeld konkret bedeuten. Das wollen GRÜNE, Die Linke und Volt mit einem gemeinsamen Antrag erreichen.

Das Bezirksamt soll Gutachten, Studien und Planungen nicht nur in der fachlichen Originalfassung veröffentlichen, sondern zusätzlich eine verständliche Version herausbringen.

Viele politische Entscheidungen wirken direkt auf den Alltag im Bezirk: bei Straßenumbauten, Verkehrsfragen, Stadtentwicklung, Lärmschutz oder Klimaanpassung. Doch die Unterlagen dazu verstehen oft nur Fachleute. Verständliche Fassungen sollen die wichtigsten Ziele, Ergebnisse und Folgen für die Menschen im Bezirk klar erklären. Auch Grafiken, kurze Zusammenfassungen und verständliche Erläuterungen sollen dabei helfen.

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord berät den Antrag in ihrer öffentlichen Sitzung am 19. März 2026 ab 18 Uhr.

Daniela Clément (GRÜNE), Fraktionsvorsitzende: „Egal, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto: Die Straße vor der Tür und im eigenen Kiez geht alle an, die darauf unterwegs sind. Es darf nicht Fachleuten überlassen sein, zu verstehen, was Umbauten bedeuten. Menschen interessieren sich für ihre Umgebung. Die Verwaltung muss dafür sorgen, dass sie sich ohne zu hohe Barrieren informieren und einbringen können. Davon profitieren am Ende alle Beteiligten, denn Planungsprozesse könnten dadurch einfacher, transparenter und vielleicht auch schneller werden.“

Bjørn Knutzen (Die Linke), Fraktionsvorsitzender: „Informationen müssen für alle verständlich sein. Nur so können alle mitreden. Und nur so ist echte Beteiligung drin. Egal, ob es um Kritik oder um Ideen von Bürgerinnen geht: Behördliches Handeln muss transparent sein, verständlich und nahbar. Wer Bürgerinnen verständlich begegnet, nimmt außerdem Fragen vorweg und verhindert zum Teil schwere Missverständnisse.“

Antje Nettelbeck (Volt), Co-Fraktionsvorsitzende: „Demokratie lebt vom Mitmachen der Bürger*innen. Aber Mitmachen setzt Verstehen voraus. Wir müssen aufhören, unverständliche Dokumente und Formulare zur Kommunikation zu verwenden. Das schafft Barrieren im Kopf. Stattdessen muss Politik in Hamburg-Nord greifbarer, transparenter und moderner werden – zum Beispiel sollten wir uns an den Best Practices aus Wien orientieren.“

Hintergrund

Kommunalpolitik betrifft das direkte Lebensumfeld der Menschen. Deshalb müssen politische Entscheidungsgrundlagen verständlich und zugänglich sein. Das Bezirksamt Hamburg-Nord soll daher nach dem Wunsch der drei Fraktionen künftig bei eigenen und extern beauftragten Gutachten, Studien, Untersuchungen und Planungen zusätzlich eine leicht verständliche Fassung erstellen lassen und separat veröffentlichen. Darin sollen Zielsetzung, zentrale Ergebnisse und die konkreten Auswirkungen auf den Alltag klar benannt werden.

Die fachliche Tiefe der Untersuchung bleibt also erhalten. Die Inhalte werden zusätzlich verständlich aufbereitet. So können mehr Menschen mitreden, Diskussionen fundierter führen und politische Entscheidungen besser einordnen.

Nach etwa einem Jahr soll eine Auswertung zeigen, wie Bürger*innen, Zivilgesellschaft, Bezirkspolitik und Verwaltung das neue Vorgehen bewerten.

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