Neue Quartiere brauchen neue Verbindungen – Volt fordert tragfähige Fuß- und Radquerungen zwischen Bahrenfeld, Ottensen und Neuer Mitte Altona

Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Bahrenfeld 78 (Tasköprüstraße) entstehen in den kommenden Jahren 426 neue Wohnungen sowie Gewerbeflächen für bis zu 800 Arbeitsplätze. Gleichzeitig ist die ursprünglich geplante direkte Querung durch das Gleisdreieck in Richtung Neue Mitte Altona vorerst nicht realisierbar. Vor diesem Hintergrund bringen Volt und SPD einen dringlichen Antrag in die Bezirksversammlung Altona ein, um alternative Fuß- und Radwegeverbindungen frühzeitig zu entwickeln und planungsrechtlich zu sichern.

Die bestehenden Querungen – insbesondere Lessingtunnel und Stresemannstraße – sind für den Fuß- und Radverkehr nur eingeschränkt geeignet und stellen Barrieren zwischen den Quartieren dar. Ohne neue Lösungen drohe eine dauerhafte infrastrukturelle Trennung, die der Mobilitätswende, der sozialen Vernetzung und einer nachhaltigen Stadtentwicklung entgegenstehe.

Silke Hubert, Sprecherin für Stadtentwicklung der Volt-Fraktion Altona, erklärt: „Mit 426 neuen Wohnungen und vielen hundert Arbeitsplätzen erhält das Kühnequartier eine neue Identität . Die Frage ist: Was muss jetzt geschehen, damit es mit dem zukünftigen Stadtkern Altonas in der Neuen Mitte und am Bahnhof zusammenwachsen kann? Wenn wir jetzt keine leistungsfähigen, sicheren und attraktiven Querungen planen und absichern, zementieren wir die Trennung durch die Bahngleise für Jahrzehnte – mit erheblichen klimapolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen.“Der Antrag fordert das Bezirksamt auf, zeitnah eine überarbeitete Konzeption für die fuß- und radläufige Anbindung der neuen Quartiere östlich der Bahntrasse an die Neue Mitte Altona sowie an Bahrenfeld und Ottensen vorzulegen.

“Das ist vor allen Dingen dringlich geboten, da das neue Quartier ohne öffentlich zugängliche Grünfläche geplant wird und die Anbindung an die Quartiere der ‚Neuen Mitte‘ daher als Beleg für die Funktionsfähigkeit der Entwicklung herangezogen wird.“ ” erklärt Silke Hubert.

Geprüft werden sollen mehrere realistische Trassenvarianten – etwa Brücken-, Unterführungs- oder kombinierte Lösungen – in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn und im Rahmen der bereits laufenden Planungen der zuständigen Fachbehörden.

„Es reicht nicht, nur eine einzelne Brückenidee zu prüfen“, so Silke Hubert weiter. „Dort, wo Busverbindungen bereits an ihre Grenzen stoßen – zwischen großräumigen Magistralen, S-Bahntrassen und Velorouten –, liegt der eigentliche Schlüsselbeitrag des Bezirks zur Umsetzung des Zukunftsentscheids. Wenn wir hier sichere und direkte Fuß- und Radverbindungen schaffen, reduzieren wir motorisierten Verkehr wirksam und entwickeln die lokale Kraft der Quartiere. Genau dafür brauchen wir mehrere belastbare Querungsoptionen, eingebettet in ein integriertes Netzkonzept.“

Ziel des Antrags ist es, Trassenkorridore und Flächen rechtzeitig zu sichern, damit eine Umsetzung parallel zur Besiedlung der neuen Quartiere erfolgen kann. Die Bezirksversammlung soll innerhalb von sechs Monaten einen Sachstandsbericht mit Variantenübersicht und Zeitplan erhalten.

Für Volt ist klar: Die Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbestandorte muss Hand in Hand mit einer zukunftsfähigen Infrastruktur gehen – damit aus neuen Bauprojekten auch lebenswerte, gut angebundene Stadtquartiere entstehen.

Der Antrag wurde zur weiterer Befassung in den Stadtentwicklungsausschuss
überwiesen.

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