Ehemaliges Karstadt-Areal in Harburg: Die Bezirkspolitik wird bei Entwicklung nicht ausreichend involviert

Beim ehemaligen Karstadt-Areal soll es endlich vorangehen – und das begrüßen wir ausdrücklich. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung aber auch: Gute Stadtentwicklung braucht Transparenz und echte Beteiligung vor Ort.

Ursprünglich war für das Gebäude eine mehrjährige Zwischennutzung mit einem starken soziokulturellen Schwerpunkt vorgesehen. In den vergangenen zwei Jahren haben sich Bezirkspolitik und zahlreiche lokale Akteur*innen intensiv mit möglichen Nutzungen beschäftigt und konkrete Ideen entwickelt.

Umso kritischer sehen wir, dass wichtige Weichenstellungen zuletzt ohne ausreichende Einbindung des Bezirks erfolgt sind. Erst über die Medien wurde bekannt, dass der Senat einen Teilverkauf des Areals plant. Im Stadtentwicklungsausschuss wurde zudem deutlich, dass eine weitergehende Zwischennutzung der Ober- und Untergeschosse aus Kostengründen nicht weiterverfolgt werden soll. Ein Großteil des Gebäudes wird also leer stehen, bis irgendwann der Abriss und eine Neuentwicklung auf dem Areal erfolgen werden.

Für uns ist klar:

Schnell entwickeln: ja.
Über Harburg entscheiden, ohne Harburg einzubeziehen: nein.

Wir wollen deshalb die Machbarkeitsstudie endlich sehen und fordern eine echte Mitwirkung der Bezirkspolitik bei der Konzeptausschreibung, im weiteren Planverfahren und bei der Auswahl zukünftiger Investor*innen und Entwicklungspartner.

Das Areal des Planet Harburg bietet großes Potenzial. Nutzen wir es gemeinsam.

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