Konfliktstelle an der Christuskirche wird entschärft – Volt Antrag mit großer Mehrheit im Kerngebietsausschuss

Gestern hat der Kerngebietsausschuss mit großer Mehrheit einem Antrag der Volt Fraktion Eimsbüttel zugestimmt. Die Kreuzung Fruchtallee / Weidenstieg an der Christuskirche, an der sich Fußgänger:innen und Radfahrende täglich gefährlich in die Quere kommen, muss entschärft werden.

Jeden Tag wiederholt sich an der Ecke Fruchtallee / Weidenstieg dasselbe Bild: Wer aus der U-Bahn-Station Christuskirche kommt und in den Weidenstieg will, muss nach der Ampel noch einen Radweg überqueren – und wer umgekehrt aus dem Weidenstieg zur U-Bahn will, muss genau denselben Radweg bereits vor der Ampel queren. In beiden Richtungen stauen sich an dieser Stelle oft mehr als sechs Fahrräder gleichzeitig – und blockieren damit den Weg komplett. Für Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl ist die Kreuzung in diesen Momenten praktisch unpassierbar.

Nachmittags, zwischen 16 und 19 Uhr, kehrt sich das Problem um: Dann sind es eher Fußgänger:innen, oft in Eile Richtung U-Bahn, die den Radweg queren, ohne den teils sehr schnell heranfahrenden Radverkehr wahrzunehmen. Hinzu kommt: Manche Radfahrende nutzen die Kreuzung entgegen der eigentlich vorgesehenen Richtung – was regelmäßig zu Frontalbegegnungen führt, die nur knapp gutgehen.

Verschärft hat sich die Lage zuletzt noch durch eine neue rote Fahrbahnmarkierung auf der Fruchtallee: Sie vermittelt Radfahrenden das Gefühl, hier mit Tempo und Vorfahrt durchfahren zu können – während für Fußgänger:innen an derselben Stelle kaum erkennbar ist, worauf sie eigentlich achten müssten.

Ein Nadelöhr, das alle unter Strom setzt

Was diesen Übergang so besonders macht: Hier treffen Kita- und Schulweg, Pendlerstrecke und U-Bahn-Zugang aufeinander – ein Nadelöhr, an dem täglich sehr viele Menschen mit sehr unterschiedlichem Tempo unterwegs sind. Wo genau Fußgängerweg ist und wer Vorrang hat, lässt sich vor Ort nicht klar erkennen – und genau das macht die Kreuzung gefährlich.

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende muss jetzt handeln

Der Antrag fordert die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) auf, sich der Kreuzung anzunehmen.

Bewusst wurde dabei keine fertige Lösung vorgeschrieben – ob klarere Bodenmarkierungen, bessere Beschilderung oder eine Begegnungszone nach dem Vorbild anderer europäischer Städte wie Kopenhagen oder Utrecht: Das soll jetzt das zuständige Fachamt mit der ihm gegebenen fachlichen Expertise erarbeiten und dem Ausschuss vorstellen.

Der Beschluss ist ein großer Erfolg für alle, die in Eimsbüttel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Der Volt Fraktion geht es nicht darum, Rad- oder Fußverkehr gegeneinander auszuspielen – beide profitieren von einem Übergang, der auf den ersten Blick verständlich macht, wer wann wo Vorrang hat. Genau darum geht es: ein sicheres Miteinander, das durch klare Gestaltung von selbst funktioniert und nicht auf Rücksicht im Einzelfall angewiesen ist. Dass der Antrag fraktionsübergreifend beschlossen wurde, zeigt: Dieses Anliegen eint den ganzen Bezirk.

Newsletter

Dein Volt-Update!

Was wir in der Bezirksversammlung bewegen, was wir vorhaben und was vor deiner Haustür entsteht – regelmäßig in deinem Postfach.

Über welchen Bezirk willst du informiert werden?

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner