Hamburg, 22.04.2026 – Die Volt Fraktion in der Bezirksversammlung Altona richtet mit einem aktuellen Antrag den Blick auf einen zentralen, bislang wenig beachteten Bestandteil der Stadtentwicklung: Orte, an denen Menschen sich begegnen können, ohne etwas konsumieren zu müssen.
Ziel ist es, bestehende Angebote besser auffindbar zu machen und sie gleichzeitig in neuen Quartieren wie dem Zentrum rund um den Bahnhof Altona, dem Holsten-Areal und der Neuen Mitte Altona II frühzeitig mitzudenken.
Mit wachsender Verdichtung steigt der Druck auf Flächen – und damit auch auf Räume, die keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Ertrag bringen. Für Volt ist das eine zentrale Herausforderung für den sozialen Zusammenhalt im Bezirk.
„Wo Aufenthalt an Konsum gebunden ist, wird Teilhabe eingeschränkt. Gerade die Offenheit und Vielfalt Altonas brauchen Orte, die allen zugänglich sind – unabhängig vom Geldbeutel“, erklärt Silke Hubert, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Volt-Fraktion und Vorsitzende des RISE-Ausschusses.
Klarer Auftrag aus der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse der Beteiligung im Ideenwettbewerb zum Neuen Zentrum in Altona machen deutlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger Orte für gemeinschaftliche Nutzung wünschen: konsumfreie Aufenthaltsflächen, soziale Treffpunkte sowie Räume für Kultur, Bildung und kreatives Arbeiten.
„Die Rückmeldungen sind eindeutig: In den meisten Beiträgen der Bürger geht es um echte Begegnungsorte im Alltag, die nicht an Konsum gebunden sind“, so Hubert.
Ein Problem ist mangelnde Auffindbarkeit
Darüber hinaus zeigt auch die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Potenzialanalyse im Fördergebiet Altona-Nord, dass viele bestehende Angebote selbst den alteingesessenen Bewohnern kaum bekannt sind. Genau hier setzt der Antrag an: Das Bezirksamt soll prüfen, wie vorhandene Daten – etwa aus „Sozialraum Altona“ – in einer nutzerfreundlichen Kartenlösung gebündelt werden können.
„Viele Orte sind längst da. Aber sie werden zu selten gefunden. Wenn wir dort ansetzen, ist schon viel gewonnen“, erklärt Hubert.
Frühzeitig in die Stadtentwicklung integrieren
Neben der besseren Orientierung geht es Volt darum, konsumfreie Räume strukturell zu verankern. Insbesondere für das neue Zentrum am Bahnhof Altona stellt die Fraktion die Frage, wie solche Orte konkret eingeplant werden können.
„Wenn wir diese Räume nicht von Anfang an berücksichtigen, werden sie im Wettbewerb um Flächen schnell verdrängt“, warnt Silke Hubert. „Deshalb müssen wir jetzt klären, welche Rolle sie künftig spielen sollen – und wie sie konkret integriert werden können.“
Fazit
Der Antrag verbindet kurzfristige Verbesserungen mit einer langfristigen Perspektive für die Stadtentwicklung.
„Konsumfreie Räume sind keine freiwillige Ergänzung. Sie sind Voraussetzung für Teilhabe, Begegnung und das, was Altona ausmacht: eine lebendige, vielfältige Stadtgesellschaft“, so Silke Hubert abschließend.

