Alttextilien besser nutzen – Kreislaufwirtschaft vor Ort stärken

Die Volt-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona setzt sich gemeinsam mit GRÜNE, SPD und CDU für eine bessere und zukunftsfähige Sammlung und Verwertung von Alttextilien in den Quartieren ein. Ziel des fraktionsübergreifenden Antrags ist es, die seit 2025 geltende Pflicht zur getrennten Sammlung von Textilabfällen konsequent umzusetzen und gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft vor Ort zu stärken.

Die Volt-Fraktion legt dabei den Fokus auf die von ihr ergänzten Punkte der stärkeren Einbindung sozialer Träger, innovativen Recyclingverfahren und einer umfassenden Informationskampagne.

„Alttextilien sind kein Abfall, sondern ein wichtiger Rohstoff“, erklärt Patrick Fischer, Co-Fraktionsvorsitzender der Volt-Fraktion in Altona. „Wir müssen dafür sorgen, dass möglichst viele Kleidungsstücke wiederverwendet werden – und nicht im Restmüll oder in der Verbrennung landen.“

Ein zentraler Baustein ist die stärkere Einbindung bestehender sozialer und gemeinnütziger Akteure im Bezirk. Einrichtungen wie Sozialkaufhäuser, Tauschläden oder karitative Organisationen leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Wiederverwendung.

„Gerade Initiativen wie Stilbruch oder lokale Tauschformate zeigen, wie Kreislaufwirtschaft konkret funktionieren kann“, so Fischer. „Diese Strukturen müssen wir systematisch stärken und besser mit der kommunalen Sammelstrategie verzahnen.“

Darüber hinaus setzt sich die Volt-Fraktion für die Prüfung innovativer Recyclingtechnologien ein. Neben der bislang dominierenden thermischen Verwertung soll insbesondere das sogenannte chemische Recycling stärker in den Blick genommen werden.

„Wenn wir ernsthaft Ressourcen schonen wollen, müssen wir auch neue Wege gehen“, betont Fischer. „Innovative Ansätze – etwa aus Hamburg selbst – zeigen, dass hochwertige Verwertung von Textilien möglich ist. Das sollten wir gezielt unterstützen und erproben.“

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Antrags ist eine hamburgweite Informationskampagne zur nachhaltigen Nutzung von Kleidung. Ziel ist es, Bürger*innen stärker für Themen wie Wiederverwendung, Reparatur und bewussten Konsum zu sensibilisieren.

„Viele Menschen wollen nachhaltiger handeln, wissen aber oft nicht genau, wie“, sagt Fischer. „Eine gute Informationskampagne kann hier einen echten Unterschied machen – und dazu beitragen, dass weniger Kleidung im Müll landet.“

Mit dem Antrag soll die Sammlung und Verwertung von Alttextilien im Bezirk Altona insgesamt neu gedacht werden – weg von reiner Entsorgung, hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

„Wir stehen vor der Herausforderung, immer mehr Textilien – oft von geringer Qualität – sinnvoll zu verwerten“, so Fischer abschließend. „Das schaffen wir nur mit einem ganzheitlichen Ansatz: bessere Sammlung, stärkere Wiederverwendung, innovative Technologien und informierte Bürger*innen.“

Der Antrag ist hier aufrufbar.

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