Pressemitteilung
Volt Altona fragt nach: Behördenantwort zeigt – mögliche Eingriffe in Volkspark und geschützte Grünbereiche wären unvermeidbar gewesen.
Hamburg, 25.06.2026 – Die Hamburger*innen haben sich im Referendum gegen eine Olympia-Bewerbung der Stadt entschieden. Damit werden die im Bewerbungskonzept vorgesehenen Olympia-Projekte nicht umgesetzt. Für die Volt Fraktion Altona waren mögliche Eingriffe in Altonas Grünflächen ein kritischer Punkt in der Abwägung. Erst nach Abschluss des Referendums, beantwortet der Senat das Auskunftsersuchen, das Klarheit zu den Fragen bringt, welche Auswirkungen eine mögliche Austragung der Spiele auf die wertvollen Grünräume im Bezirk gehabt hätte – insbesondere auf den Volkspark als Landschaftspark.
Die Antwort der Drs. 22-2104 der Behörde für Inneres und Sport (BIS) zeigt: Ein möglicher Stadionneubau im Volksparkbereich wäre nicht ohne Eingriffe in ökologisch wertvolle Bereiche möglich gewesen.
Die BIS schreibt hierzu ausdrücklich: „Die bisherigen Überlegungen zeigen, dass ein Stadionneubau ohne Eingriffe in die als Biotope und als Flächen des Landschaftsschutzgebietes sowie des grünen Netzes definierten Bereiche nicht möglich ist.“
„Diese Aussage ist zentral. Sie zeigt, dass die Entwicklung einer neuen Arena im Volkspark unmittelbar geschützte Natur- und Grünstrukturen betroffen hätte. Das hätte den Bürger*innen Altonas für ihre Abwägung für oder gegen Olympia offengelegt werden müssen“, erklärt Hanna Schmidt, Co-Fraktionsvorsitzende der Volt Fraktion Altona.
Gleichzeitig macht die Antwort deutlich, dass viele konkrete Auswirkungen zum damaligen Planungsstand noch nicht abschließend bewertet waren. Die BIS führt aus: „Da die exakte Lage und Größe des Stadions sowie der detaillierte Flächenumgriff durch einen noch erfolgenden Wettbewerbsprozess definiert werden, sind detaillierte Aussagen hierzu zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.“
Für Volt zeigt dies, wie wichtig eine frühzeitige und transparente Bewertung von Großprojekten im Spannungsfeld zwischen Stadtentwicklung, Klimaanpassung und Naturschutz ist.
„Bei Eingriffen in Landschaftsschutzgebiete, Biotope und das Grüne Netz muss zuerst klar sein, welche Flächen betroffen wären und welchen ökologischen Wert sie haben. Ausgleichsmaßnahmen können verlorene gewachsene Strukturen nicht automatisch ersetzen“, so Schmidt.
Die BIS verweist darauf, dass Eingriffe später durch Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen begleitet worden wären: „Alle Eingriffe werden nach der konkreten Definition des Eingriffsumfangs im weiteren Planungsprozess transparent dargestellt und durch umfassende Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen gewürdigt.“
„Ausgleich ist wichtig, aber die Versiegelung hochwertiger Grünfläche kann nicht durch Verdichtung von Grün an anderer Stelle kompensiert werden. Gerade ein gewachsener Landschaftspark wie der Volkspark braucht eine besondere Abwägung“, ergänzt Patrick Fischer, Co-Fraktionsvorsitzender der Volt Fraktion Altona.
Neben möglichen Eingriffen versprach das Olympia-Konzept, dass Impulse für eine stärkere Vernetzung von Grünräumen gesetzt hätten. Die Idee des sogenannten „Olympischen Bandes“ zielte darauf ab, verschiedene Grünräume wie Volkspark, Bornkamp und Lunapark stärker miteinander zu verbinden.
„Altona braucht eine bessere Vernetzung seiner Grünflächen, mehr Biodiversität und eine klimaangepasste Stadtentwicklung – aber diese Ziele müssen jetzt auch unabhängig von Olympia verfolgt werden“, so Fischer abschließend.
Für Rückfragen:
Patrick Fischer
patrick.fischer@volteuropa.org
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